5 gute Gründe für Umbuchung statt Stornierung

Manch Gast ist verständlicherweise irritiert und verunsichert: Kann die in den nächsten Monaten gebuchte Reise stattfinden? Will man in solch besonderen Corona-Zeiten überhaupt reisen? Was soll aus der Buchung werden? Gastgeber zeigen sich kulant und flexibel in Sachen Stornierung. Doch geben sie die Buchungen, ihr Einkommen, nicht gerade gern auf und hoffen insgeheim weiterhin flehentlich auf Gäste. Magengrummeln macht sich breit, dazu die Frage: Ist Stornierung denn wirklich die einzige Lösung? Nein, ist es nicht.

Wenn nicht jetzt, dann später (Bild: pixabay) – Umbuchung der Reise statt Stornierung

Gemeinsam andere Möglichkeit finden

Viele Gastgeber reagieren bereits sehr flexibel und kulant auf die Stornierungwünsche ihrer Gäste: Kurzfristig nötige Stornierungen werden großzügig gehandhabt, kostenfreie Stornofristen bei langfristigen Buchungen verlängert. Damit kann der Gast die Lage weiterhin entspannt beobachten und muss seinen Reisetraum, – die so gut und (zeit)intensiv recherchierte Ferienregion und Unterkunft -, nicht vorzeitig aufgeben. Auch Umbuchen, das Schrauben an der Zeit bzw. den Reisedaten, wird ermöglicht. Gast und Gastgeber schinden auf diese Weise Zeit in einer Sondersituation, deren Verlauf und Länge niemand voraussehen kann.

Lohospo Tipp für Gastgeber: Stornofrist verlängern oder dem Gast eine Verschiebung der Reisedaten anbieten. Mustertexte gibt es im Hilfebereich. Und auch kreative Lösungen sollten bedacht werden: Schon mal über einen Reisegutschein für die Gäste nachgedacht?…

In jedem Fall ratsam für Gäste: Nicht voreilig stornieren, sondern die Situation abwägen. Alles, was mit Corona zu tun hat, bedarf Besonnenheit und wir von Lohospo finden gleich mehrere gute Gründe, die gegen eine voreilige Stornierung sprechen. Diese Argumente helfen Gastgebern.

5 gute Gründe gegen vorzeitige Stornierung

Statt Stornierung lieber den Kalender zücken und alternative Daten prüfen (Bild: pixabay)

Grund 1 | Sperre ist noch vage

→ Mit Optimismus in die Zukunft

Derzeit gilt in vielen Bundesländern wegen Corona das Übernachtungsverbot zu touristischen Zwecken bis zum 19. April 2020. Der gebuchte Aufenthalt liegt recht weit hinter diesem Datum? Natürlich können sich die Reise-Verordnung der Bundesländer jederzeit ändern, doch zu diesem Zeitpunkt können Optimisten durchaus eine Chance auf eine Durchführung der Reise sehen. Die Reisen, die zuerst wieder stattfinden können, werden die innerhalb Deutschlands sein.

Grund 2 | Direkter Draht zum Gastgeber

→ Vertrauen schaffen und Flexibilität zeigen

Die Gäste beruhigt es ungemein, wenn sie mit ihrem Gastgeber in Kontakt sind und bei Stornierungsgedanken oder Umbuchungswunsch mit der Flexibilität des Gastgebers rechnen können. Vermitteln Sie als Gastgeber Sicherheit. Machen Sie eventuelle Zugeständnisse, behalten Sie dabei jedoch die Preisstruktur, hinsichtlich verschiedener Saisonzeiten, und die Verfügbarkeiten im Blick. Vielleicht haben Sie ja auch eine kreative Lösung für Ihre Gäste? Wie wäre es z.B. mit einem Gutschein, der bezahlt wird/ist und zu einem späteren Zeitpunkt eingelöst wird?

Grund 3 | „Wer reisen liebt…“

→ Hilfe durch Umbuchung statt Stornierung

Die Lage für Gastgeber ist in vielerlei Hinsicht nicht einfach. Denn sie können derzeit nicht dem nachgehen, was sie lieben: Ihren Gästen einen schönen Aufenthalt bieten. Natürlich gibt es zudem noch Einbußen ganz anderer Art. Weisen Sie Ihre Gäste charmant darauf hin, dass sie mit ihrer Umbuchung sowohl den Gastgeber, als auch den gesamten Betrieb mit seinen Mitarbeitern und dem Angebot unterstützen. Frei nach dem Motto „Wer reisen liebt, verschiebt“ wird der ein oder andere Gast ein Herz für Gastgeber zeigen.

Grund 4 | „Nach Regen kommt Sonne“

→ Prognose: Reisen im Inland im Trend

Sobald das Reisen und die ‚Übernachtungen zu touristischen Zwecken‘ wieder erlaubt sind, rechnen nicht nur wir von Lohospo mit vielen Gästeanfragen. Ob aus Wunsch nach Sicherheit, Solidarität oder aufgrund von Kürzung des eigenen Reisebudgets durch Umstände wie Kurzarbeit: Der prophezeite Trend zum Inland-Reisen könnte sich durchaus bewahrheiten und die Buchungseingänge erhöhen. Es wäre schade, wenn Sie den zuvor stornierten Gästen zu einem späteren Buchungszeitpunkt eventuell kein Zimmer bzw. keine Wohnung mehr bei sich anbieten können.

Nach Regen kommt Sonne (Bild: pixabay)

Grund 5 | Stimmungserheller

→ Aufheiterung durch Vorfreude

Vorfreude ist ein nicht zu unterschätzender Stimmungserheller. Schon der Gedanke an eine Reise, an fremde Naturlandschaften, Aktivitäten und einen Ortswechsel kann durch eher triste Zeiten leiten. Der Mensch lebt von Vorfreude und Klein und Groß haben etwas, worauf sie den Fokus richten können. Die Beschäftigung mit dem Reiseziel bringt einen neuen Impuls in den Alltag, ein neues Thema oder neues Wissen. Die Aussicht auf etwas Schönes ist der beste Grund gegen eine vorzeitige Stornierung der Reise. Sie haben es in der Hand, als Gastgeber die Vorfreude noch zu vergrößern.

Diese guten Gründe sind als Anregung zu verstehen. Nicht jedem Gast ist es möglich, Reisedaten zu ändern oder umzubuchen. Corona ist für Viele eine Bürde, physischer, mentaler oder finanzieller Art. Empathie ist in diesen Zeiten besonders gefragt. Und obwohl Kommunikation zwischen Gast und Gastgeber das Wichtigste ist, sollten keine Diskussionen angefangen werden!


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