Lohospo Workshop- Unterwegs in Sankt Peter

Wer schon einmal in dem kleinen Luftkurort Sankt Peter mit seinen 2.500 Einwohnern auf einer Höhe von 1200 m ü.d.M. im wunderschönen Schwarzwald war, der weiß wie klein dieser Ort ist. Ein Ort in dem jeder jeden kennt und in dem man sich auf die anderen Dorfbewohner verlässt. Um 12 Uhr starteten wir am Freitag, den 06.10.17 mit dem weißen Lohospo-Flitzer in Richtung Berge und durch die Serpentinen zu unserem Ziel Sankt Peter.

Feldberg
von: Max Langelott @freiburgstagram

So gaben zwei der Geschäftsführerinnen von Lohospo, Theresia Datz und Rebecca von Schwerin, den mittlerweile vierten Gastgeber-Workshop dieses Jahr. 19 aus dem ganzen Schwarzwald angereiste Gastgeber und Touristiker sowie meine Kollegin Anna-Lena Brender aus dem Gastgeber-Service und ich, Bastian Bartels vom Marketing, hatten das Vergnügen an diesem interessanten Workshop teilzunehmen.

Zu Beginn des Workshops stellte jeder Teilnehmer sich und seine Erwartungen an den Workshop vor. Ohne zu zögern kam das Thema der angemessenen Preiskalkulation zur Sprache, da sich diese für viele Gastgeber schwierig gestaltet und in vielen Fällen aus dem Bauch heraus entschieden wird. Hier waren die Erwartungen am größten.

Rebecca von Schwerin stieg mit einer Reihe von Fragen in den ersten Vortrag über die Zukunftsprognosen in der Tourismus-Branche ein und fragte das Plenum, wie lange es wohl gedauert habe, bis 50 Millionen Menschen Zugang zum Radio hatten und wie schnell sich das Internet und Facebook verbreitet hätten. Der Vortrag gestaltete sich durchgehend nach diesem zeitgemäßen roten Faden.

Kompakt-informativ-dynamisch

22281664_1678441405551344_4462346828166560381_n
Bild: Tagesablauf+Feedback (links: Rebecca von Schwerin; Theresia Datz)

Hier Oben im Bild der Tagesablauf und das anschließende Feedback in Form der Sterne: Für das Feedback wurde jeder Teilnehmer gebeten einen Stern für das Thema zu geben, das ihr oder ihm am besten gefiel oder am hilfreichsten war.

Viele Gastgeber sind gerade in der Preisfrage sehr unsicher und trauen sich nicht ihre Preise anzuheben. „Wenn alle Gastgeber Ihre Preise etwas anziehen würden, dann könnten wir am Ende des Jahres zumindest mit etwas Gewinn und nicht mit roten Zahlen in das nächste Jahr gehen“, so einer der Gastgeber. Generell ist das Preisniveau im Schwarzwald, verglichen mit anderen Ferienregionen in Deutschland, recht niedrig. Am Ende der Veranstaltung waren sich alle sicher, schon bald Ihre Preise zu erhöhen und sich nicht mit anderen Gastgebern zu vergleichen, die nicht vergleichbar sind und sich nicht mehr unter ihrem eigenen Wert zu verkaufen.

Am Ende der Veranstaltung waren sich alle sicher schon bald Ihre Preise zu erhöhen und sich nicht mit anderen Gastgebern zu vergleichen, die nicht vergleichbar sind um sich nicht mehr unter ihrem eigenen Wert zu verkaufen.

Außerdem ging es generell um den Umgang mit dem Internet in Verbindung mit den Unterkünften. Hier wurden Ausstattungsstandards, Hausbeschreibungen, Bildmaterial und der allgemeine Umgang mit Buchungs- und Bewertungsportalen wie www.booking.com, www.tripadvisor.de oder www.holidaycheck.de besprochen und in praktischen Anwendungsaufgaben behandelt – all dies mit dem Ziel, die Gastgeber noch besser auf den Alltag als Vermieter vorzubereiten.

Es wurde gerechnet, diskutiert und die Gastgeber erzählten aus ihren eigenen Erfahrungen mit Gästen und plötzlich war es auch mal ganz still, als es darum ging, wie man negativen Bewertungen auf booking.com positiv begegnen könne.

Zur Stärkung und um diesen ganzen Input verarbeiten zu können, gab es immer wieder kleine Pausen mit frischen Brezeln und Kaffee. Um ca. 19 Uhr ging es für alle Teilnehmer in ein sonniges Wochenende vollgepackt mit neuem Wissen und neuen Anregungen für die Vermietung von Ferienunterkünften.

Das tolle an solch einem Workshop ist, dass das Wissen Alltags-tauglich ist. Viele der Gastgeber bedankten sich anschließend und lobten sogar, wie lebendig und greifbar dieser Workshop war: „Es gab auch schon Workshops bei denen ich eingeschlafen bin. Dieser hier war genau das Gegenteil von so einem.“ (Zitat einer Gastgeberin).

Im Rahmen der HTG war dies der vierte Gastgeberworkshop in diesem Jahr. Und nach so einem positiven Workshop war es ganz sicher nicht der letzte!

Auch für mich als Praktikant aus dem Ruhrgebiet war es interessant zu sehen, dass es hier im Schwarzwald die gleichen Situationen und Sorgen gibt wie bei uns. Außerdem war es eine hervorragende Veranstaltung, um in den Pausen zu netzwerken und mehr über den Schwarzwald und die verschiedenen Gemeinden zu erfahren.

Zum Schluss noch ein Bild vor dem Pfarrheim, in dem die Veranstaltung statt fand.“

22221762_1678441415551343_4166002889703820392_n
(von links: Bastian Bartels; Theresia Datz; Anna-Lena Brender)

Übrigens.: Wer sich für die Baukunst des Barock und Rokoko interessiert, sollte unbedingt mal in Sankt Peter vorbeischauen. Aber Achtung ist geboten, denn es gibt einige Sankt Peter in Deutschland – also unbedingt Schwarzwald als Stichwort bei der Suche verwenden.


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s